Sizilianisches Lexikon - Von Kamarina bis Kulinarisches

Sizilianisches Lexikon, für die Reise und den Wissensdurst

Kamarina oder Camerina ist eine antike Stadt in der Provinz Ragusa auf Sizilien.
Kamarina liegt in der Nähe des heutigen Ortes Cammarata, Provinz Agrigent. Das Gebiet der Ausgrabungen liegt auf dem Gebiet der Provinz Ragusa. Die Stadt liegt auf drei Hügeln.
Kamarina wurde 589 v. Chr. von Einwohnern von Syrakus gegründet. Nach kurzer Zeit trennte sich Kamarina von Syrakus. Darauf wurde es 553 v. Chr. von Syrakus zerstört. Hippokrates, ein Tyrann von Gela baute die Stadt wieder auf. Gelon zerstörte die Stadt wieder. Die Stadt wurde erneut wieder aufgebaut. 405 v. Chr. wurde sie von den Karthagern besetzt und von ihnen zerstört. Ab 339 v. Chr. wurde Kamarina wieder von Syrakus aufgebaut. Endgültig zerstört wurde die Stadt von den Römern im Jahre 258 v. Chr.
Anfang des 20. Jahrhundert wurde mit den Ausgrabungen begonnen. 1958 wurden die Ausgrabungen fortgeführt. Diese Ausgrabungen förderten ein Großteil der Fundstücke, die heute im Regionalmuseum für Archäologie von Kamarina ausgestellt sind.
Kamarina war von einer Stadtmauer umgeben, die Länge betrug etwa 7 km. Der Aufbau der Stadt ist regelmäßig. In der Stadt befand sich ein Heiligtum, welches der Göttin Athene geweiht war.

Klima Heiße Sommer und milde Winter, das ist die Telegrammantwort auf die Frage nach dem Wetter auf Sizilien. Die schönste Jahreszeit für Sonnenhungrige aber nicht allzu Hitzebeständige ist das Frühjahr. Im März, April und Mai ist es schon angenehm warm, mit ein paar wenigen kühleren und bedeckten Tagen oder Regen dazwischen. Die Vegetation ist im Frühjahr üppig und blütenreich, ganz besonders in den fruchtbaren Regionen rund um den Ätna. Auch der Juni ist eine wunderschöne Reisezeit für das Land, dann ist es noch grün, nicht so heiß wie im Juli und August, aber längst schon Badewetter. Der Sommer ist heiß und trocken, bis um oder auch mal über die 40 Grad steigen dann die Temperaturen. Im September und Oktober ist immer noch Hochsaison auf Sizilien, dann ist das Meer aufgewärmt und die Luft etwas angenehmer als im Hochsommer.
Eine Wetterspezialität ist der Schirokko, ein heißer Wind, der aus Nordafrika kommt. Er bringt oft Sandpartikel aus der Wüste mit und Feuchtigkeit vom Mittelmeer. Selbst der November und Dezember bieten noch herrliche Sonnentage. Der sizilianische Winter ist immer noch mild, doch wer dann reisen will, braucht ein Hotel mit Heizung und wetterfeste Kleidung. Im Winter ist Regenzeit und die Nächte werden kühl, auf dem Ätna wird Ski gefahren und trotzdem kann es Tage geben, an denen man auf der Terrasse Mittag essen kann.

Kulinarisches. Die Küche Siziliens is kräftig und bodenständig, geprägt von den regionalen Produkten. Zu den Spezialitäten Palermos gehören die «Pasta con le Sarde», Teigwaren mit Sardellensauce; Messina is für seine Zubereitungen von Stock und Schwertfisch berühmt; in Trapani herrscht Thunfisch vor, und Catania ehrt Bellini mit «Spaghetti alla Norma»: Spaghetti mit würziger Tomatensauce und ausgebackenen Auberginenscheiben, bestreut mit geriebenem Schafskäse. Überall verbreitet ist «Caponata», eine Vorspeise aus gebratenen Auberginenstücken in einer reichen Gemüsesauce: entlang der Küste und auf den Inseln werden stets fangfrische Fische und Meeresfrüchte in den klassischen italienischen Zubereitungsarten angeboten. Farsumagru ist ein gerollter Kalbs- oder Rinderbraten, der mit einer Masse aus Käse, Wurst, Fleisch und Eiern gefüllt ist. Ein beliebter Imbiß sind die «Arancini», kleine ausgebackene Bällchen, deren Teig aus Reis mit Erbsen, Eiern und Käse besteht. Der frühe Einfluß fremder Völker ist bei manchen Gerichten noch erkennbar. So ist beispielsweise in der Gegend von Trapani Couscous verbreitet, das hier im Gegensatz zu Afrika ausschließlich mit Fisch zubereitet wird. Die Liebe der Sizilianer zu den Süßspeisen stammt wohl von den Sarazenen. Die berühmtesten Leckereien der Insel sind Cannoli, mit Ricotta (Quark) und kandierten Früchten gefüllte Teigröllchen, und Cassata eine Schichttorte aus den gleicher Zutaten und Bisquit. Inzwischen wird aber auch eine Eistorte als Cassata angeboten. Überhaupt ist Eis eine sizilianische Erfindung. Angeblich schleckten die Insulaner schon im 6. Jahrhundert ihr Gelato. Eine Kaloriensünde wert sind auch Frutti di Martorana, Früchte aus bemaltem Mandel-(Marzipan-) Teig.